ENTFÄLLT | »Montags an der ADK« Von der Notwendigkeit, sich der Geschichte zu stellen: Die Zentralstelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen

Thomas Will (Staatsanwalt, stellv. Leiter der Zentralstelle)

Termin

26.10.2020 | 20:00 Uhr |

|| AUFGRUND DER AKTUELLEN SITUATION ENTFÄLLT DIE HEUTIGE VERANSTALTUNG ||  Ein neuer Termin folgt.

 

Kurzinfo

»Ermittler in Ludwigsburg arbeiten für eine weltweit einmalige Behörde. Sie durchsuchen Akten nach Hinweisen auf Täter des NS-Regimes. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. .. Der Abgrund hat eine Zahl: 1.756.164 Karteikarten finden sich in ungezählten Schubladen. Sortiert nach Orten, Einheiten und vor allem Namen von NS-Tätern.« Deutschlandfunk Kultur, Mai 2020

 

Wie arbeitet ein Archiv, das sich mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinandersetzt?  Seit mehr als 60 Jahren hat die Zentrale Stelle in Ludwigsburg den Auftrag, Vorermittlungen zu nationalsozialistischen Verbrechen zu führen. Über das Archiv und dessen sich wandelnde Aufgabe und veränderte Zielsetzung, auch vor dem Hintergrund, dass die letzten  Täter, Mittäter und Schuldigen in hohem Alter sind, spricht Thomas Will, Staatsanwalt und stellvertretender Leiter der Zentralstelle. Es moderiert der Regieabsolvent Felix Bieske.

Thomas Will

geboren im April 1960 und aufgewachsen in Ebern (Bayern). Studium der Rechtswissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, sowie Rechtsreferendariat im Oberlandesgericht Nürnberg. Eintritt in den Justizdienst des Landes Sachsen-Anhalt im Oktober 1994. Tätig in Dessau, im Landgericht der Staatsanwaltschaft und dem Amtsgericht, im Bereich Strafrecht und als Ermittlungsrichter. Seit August 2003 bei der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen und seit 2010 Vertreter des Behördenleiters. Erster Staatsanwalt im Justizdienst des Landes Baden-Württemberg.

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Thomas Will© privat