»Zwischen den Kriegen« Eine Werkschau

Vier Teams, vier Projekte – ein Abend

Premiere

16.02.2023 | 18:00 Uhr | ADK Bühne

Die Spielfolge finden Sie/findet Ihr in Kürze hier.

Einlass: ADK, Foyer | Akademiehof 1 | 71638 Ludwigsburg (gegenüber Restaurant »Joe Peñas«)

Eintritt 8,- Euro/ ermäßigt 5,- Euro

Anmeldung erforderlich unter karten@adk-bw.de

»Zwischen den Kriegen« Eine Werkschau

Erst mit der Erfahrung des Zweiten Weltkriegs markiert das Ende des Weltkriegs 1918 den Beginn einer Zwischenzeit. Die ungeheuren Kraftfelder einer Welt unter Hochspannung sind jedoch bereits für die Menschen ihrer Zeit spürbar: zwischen Trauma und Utopie, Individuum und Masse, Weltbürgertum und Exil, Aufbruch und Vernichtung. Welchen Ausdruck können Gefühle der Unruhe finden? Wie lässt sich mit Dynamiken umgehen, die größer sind als der eigene Erfahrungsraum? Vier künstlerische Teams schärfen ihre eigenen Wahrnehmungen an Ideen, Phänomenen und Texten einer Welt, die mal entfernt, mal erstaunlich nah erscheint. Ihre Arbeiten präsentieren sie in einer gemeinsamen Werkschau.

Eine Zusammenarbeit der Studiengänge Regie, Dramaturgie, Schauspiel und der ukrainischen Schauspielklasse der ADK in Kooperation mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, der Hochschule für Bildende Künste Dresden, der Hochschule Hannover, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.

Projektdozent*innen Christiane Pohle (Regie), Jutta Wangemann (Dramaturgie), Caspar Weimann (Schauspiel), Christin Vahl (Raum) | Mentor*innen Carolin Hochleichter (Regie), Jens Groß (Dramaturgie), Antje Siebers (Schauspiel)

Konferenz der Tiere

Ein Utopieversuch nach dem Roman von Erich Kästner mit Texten des Ensembles

Die Menschen fahren die Welt mit Volldampf an die Wand, aus der Geschichte scheinen sie nicht zu lernen. Was wäre also, wenn sich alle Tiere der Erde zusammenschlössen, um den Menschen Einhalt zu gebieten? Welche Maßnahmen bräuchte es? Welche Forderungen würden sie stellen? Wie sähe die Welt danach aus? Erich Kästner stellte diese Fragen 1949 aus der Erfahrung zweier Weltkriege. Heute scheint Träumen unmöglich. Ein Grund mehr, eigene Utopien für das Zusammenleben zu formulieren.

 

 

 

Regie
Alessa Bollack (sie/ihr)
Es spielen
Nika Altukhova (sie/ihr)
David Zico Krohne (er/ihm)
Marie Schwanitz (sie/ihr)
Fabi ten Thije (they/Name)
Dramaturgie
Philine Pastenaci (sie/ihr)
Chöre & Komposition
Justin Leontine Woschni (they/name)
Sounddesign
Jonathan Bechler (they/them)
Bühne & Kostüme
Sophie Schröder (sie/ihr)
Hochschule Hannover

Bin ich ein überflüssiger Mensch?

Eine Werkstattinszenierung nach dem Roman von Mela Hartwig

 

»Ich habe einen Körper, den man fehlerlos nennen könnte, wenn er nicht den furchtbaren Fehler hätte, unscheinbar zu sein.« Ein weibliches Ich rechnet ab mit sich selbst und dem Leistungssystem, das sie prägt: im Großraumbüro ebenso wie in der eigenen Körperwahrnehmung. Mela Hartwig erzählt in ihrem Roman von seelischer Abhängigkeit und der Sehnsucht nach einer befreiten Liebe. Der neusachliche Text der jüdischen Wienerin aus dem Jahr 1931 wurde erst 2001 veröffentlicht. Im Theater erhält die titelgebende Frage erstmals einen eigenen Resonanzraum.

 

 

 

 

Regie
Glen Hawkins (they/them)
Es spielen
Lara Maria Humm (sie/ihr)
Olha Sizykh (she/her)
Anna Tarasenko (she/her)
Dramaturgie
Milena Plach (sie/ihr)
Bühne & Kostüme
Laura Mendoza Gleser (sie/ihr)
& Jhana Nelles (sie/ihr)
ABK Stuttgart

 

Die Welt von Gestern

Ein musikalisches Erinnerungsarchiv mit Texten von Stefan Zweig

»Leben und leben lassen« – so beschreibt Stefan Zweig den Geist der »europäischsten aller Städte«, seiner Heimatstadt Wien. Geschrieben 1939/40 im brasilianischen Exil, beschwört sein autobiografischer Roman ›Die Welt von Gestern‹ die Idee eines humanen, liberalen Europa. Auf der Bühne rettet eine Gruppe Forschender gemeinsam mit einem Musiker Erinnerungen an eine Welt, die für den jüdischen Autor für immer zerstört wurde, in die Gegenwart des Theaters.

 

 

 

Regie
Jan Moritz Müller (er/ihm)
Es spielen
Saba Hosseini (sie/ihr)
Alex Junge (er/they)
Vitalii Kamskov (er/ihm)
Tobias Neumann (er/ihm)
Josephine Tancke (sie/ihr)
Musik
Demian Martin (er/ihm)
Filmakademie BW
Dramaturgie Amelie Hermann (sie/ihr)
Bühne & Kostüme
Rebecca Abdelkader (sie/ihr)
Hochschule Hannover

I am a Powerbank

Eine szenische Versuchsanordnung

 

Elektrifizierung der Großstädte, Erfindung der Kernspaltung, Mobilisierung der Massen – eine aufgeladene Zeit wird zum Ausgangsmaterial eines Experiments: Wie wirkt Energie? Von welchen Energiequellen sind wir umgeben und inwiefern sind wir selbst eine? In welche produktiven Formen lässt sich Energie umwandeln und wie wurde sie bereits zerstörerisch eingesetzt im Großen wie im Kleinen? Fünf Spieler*innen verschalten sich mit der Maschine Theater und überprüfen Wechselwirkungen zwischen Körper, Technik und Emotionen. Dabei verlassen sie zuweilen den Boden der Tatsachen.

 

 

Regie
Mu Wang (sie/ihr) |
Es spielen
Lukas Lüdeking (er/ihm)
Rabea Lüthi (they/keine/sie)
Yeva Ruban (sie/ihr)
Maksym Shchur (er/ihm)
Franz Bertram Warnek (er/ihm)
Dramaturgie
Jana Fritzsche (sie/ihr)
Julia Fiebag (sie/ihr)
Bühne & Kostüme
Sichi Li (er/ihm)
HfBK Dresden
Sounddesign
Yan Yue (er/ihm)
HfMDK Frankfurt