
Montags an der ADK | »Klasse(n)Körper und Schönheitswahn«
»Zu verstehen, dass das, woran man leidet, nicht genuin im eigenen, als fehlerhaft und defekt empfundenen Selbst, sondern in Strukturen begründet ist, darin liegt etwas ungemein Ermächtigendes.« aus »Sprechen«, München 2026
Teilnahmelink (Zoom) hier
Am 15. Juni 2026 um 20 Uhr ist die Autorin Daniela Dröscher zu Gast an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg, bei »Montags an der ADK«. Texte der Autorin lesen vier ADK-Studierende und umrahmen den Abend mit Live-Musik – darunter eine Bach-Partita, die Arie »Bist Du bei mir« aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach und der Song »Bach« von Dan Reeder. Bach hört Daniela Dröscher beim Schreiben.


Mit »Sprechen« erschien soeben ihr neuer Essay, im Oktober kommt die Verfilmung ihres Romans »Lügen über meine Mutter« in die Kinos. Der autofiktionale Roman, der Fragen von Klasse, Körper und Schönheitsnormen literarisch verhandelt, stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und machte Daniela Dröscher einem breiten Publikum bekannt – »Die deutsche Annie Ernaux?« titelte die Presse. Daniela Dröscher verbindet ihr Schreiben und Sprechen mit Fragen um soziale Herkunft und den ›feinen Unterschieden‹. Selbstermächtigung, die Einschreibung von Herkunft in den Körper und Scham gehören zu den zentralen Themen der mit dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichneten Autorin. Im Gespräch mit Ludger Engels, dem Künstlerischen Direktor der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg, öffnet Daniela Dröscher ihre Schreibwerkstatt und gibt ganz persönliche Einblicke in ihren Schreibprozess.
Die Online-Teilnahme (Zoom) ist möglich. Weitere Infos u.a. zur Barrierefreiheit finden Sie auf der Website unter www.adk-bw.de. Bei Rückfragen zur Barrierefreiheit oder zu Ihren individuellen Barrierefreiheitsbedarfen schreiben Sie gerne an karten@adk-bw.de. Eintritt frei. Ort: Akademie für Darstellende Kunst, Akademiehof 1, 71638 Ludwigsburg
Daniela Dröscher, Jahrgang 1977, aufgewachsen in Rheinland-Pfalz, lebt in Berlin. Promotion im Fach Medienwissenschaft an der Universität Potsdam sowie ein Diplom in »Szenischem Schreiben« an der Universität Graz. Ihr Romandebüt »Die Lichter des George Psalmanazar« erschien 2009, es folgten der Erzählband »Gloria« (2010) und der Roman »Pola« (2012) sowie das Memoir »Zeige deine Klasse« (2018). Sie wurde u.a. mit dem Anna Seghers-Preis, dem Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds sowie dem Robert-Gernhardt-Preis (2017) ausgezeichnet. Der Roman »Lügen über meine Mutter« (2022) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und ist bald im Kino zu sehen.
Informationen zur Barrierefreiheit:
Räumlichkeiten: Der Veranstaltungsraum befindet sich im Erdgeschoss und ist über den Haupteingang der ADK ebenerdig und stufenlos zugänglich. Ein barrierefreies WC befindet sich im Foyer der ADK.
Alternative Sitz- und Liegemöglichkeiten sind vorhanden.
Wenn Sie Rückfragen zur Barrierefreiheit haben oder uns individuelle Barrierefreiheitsbedarfe mitteilen möchten, können Sie dies sehr gerne tun unter karten@adk-bw.de.
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