Internationaler Austausch / Europäische Kooperationen

Die übergreifenden Studienangebote machen die ADK auch für das Ausland interessant. Die Aufnahme in internationale Netzwerke steht für die Qualität der Ausbildungsstätte: Seit 2015 haben die Mitgliedschaften in der E:UTSA (Europe: Union of Theatre Schools and Academies) und in mitos21, einem Verbund von Theaterschaffenden an bedeutenden, einflussreichen Theaterinstitutionen Europas die internationalen Aktivitäten verstärkt. Seit April 2018 ist die ADK in die ELIA berufen worden.

Zahlreiche Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote fanden und finden statt, so das Internationale Dramaturgen-Meeting in Berlin oder England oder in Stockholm oder das Theatertreffen Berlin anlässlich der Autorentheatertage am Deutschen Theater. Studierende anderer Hochschulen nehmen an Seminaren der ADK teil und umgekehrt ermöglichte das Netzwerk Schauspielstudierenden, am »Turbo-Workshop« zu aktuellen Themen am »Conservatoire National Supérieur d’Art Dramatique« in Paris teilzunehmen.

Gastspiel-Einladungen haben zugenommen. Aus dem Netzwerk E:UTSA erwuchs u.a. das Festival »SPOLETO/Festival dei Due Mondi«. Weitere Einladungen wurden ausgesprochen u.a. zum »SETKÁNÍ / ENCOUNTER«-Festival in Brno (Tschechien) sowie nach Rom zum Festival Contaminazioni der Accademia Nazionale d’Arte Drammatica »Silvio d’Amico«.

In Ludwigsburg findet alle zwei Jahre FURORE Festival statt – ein internationales Festival für junges Theater, das die Studierenden der ADK organisieren und durchführen.

Stipendien/Förderprogramme

Das Baden-Württemberg STIPENDIUM für Studierende der Baden-Württemberg Stiftung

Der Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen internationalen Hochschulen ist ein essentieller Aspekt und zentrales Anliegen der Ausbildung an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. Mit der Teilnahme der Akademie für Darstellende Kunst am Programm der Baden-Württemberg Stiftung Baden-Württemberg STIPENDIUM für Studierende wird der Internationalisierung und Öffnung der ADK Rechnung getragen.

Im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung und mit dem Ziel, internationalen Austausch besonders qualifizierter Studierende zu fördern, werden mit dem Baden-Württemberg STIPENDIUM für Studierende im Rahmen eines Studierendenaustausches (incomings/outgoings) zwischen der Akademie für Darstellende Kunst und ihrer ausländischen Partnerhochschulen zwei bis drei Stipendien pro Studienjahr an eigene und ausländische Studierende vergeben. Die Förderdauer bewegt sich zwischen drei bis sechs Monaten. Neben den Studienleistungen wird die soziale und interkulturelle Kompetenz im Auswahlverfahren berücksichtigt. Interessierte Studierende wenden sich bitte an das Büro für Internationales claudia.valet@adk-bw.de.

In den vergangenen Jahren vermittelte die ADK incoming und outgoing Studierenden Stipendien im Austausch mit internationalen Partnerinstitutionen, u.a. in Amsterdam an der University of the Arts / Academy of Theatre and Dance, in Glasgow am Royal Conservatoire of Scotland, in St. Petersburg am TART, in Ungarn mit der University of Theatre and Film Arts Budapest, in Dänemark mit der Danish National School of Performing Arts Kopenhagen und in Barcelona am Eòlia Conservatory of Dramatic Arts.

Erstmals im Stipendienjahr 2017/18 erhielt die Akademie für Darstellende Kunst im Rahmen der neuen regionalen entwicklungspolitischen Komponente (BWS REK) des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs für Studierende zusätzliche Mittel für den Austausch mit Ländern Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP-Länder) sowie den Least Developed Countries.

Weitere Informationen hier
BWS für Studierende
BWS REK

Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg - Stipendien/Förderprogramme

Netzwerke

Seit 2015 ist die die ADK Mitglied in der E:UTSA (Europe: Union of Theatre Schools and Academies) und in mitos21, einem Verbund von Theaterschaffenden an bedeutenden, einflussreichen Theaterinstitutionen Europas die internationalen Aktivitäten. Zusätzliche Ausbildungs- und Weiterbildungs-Angebote können von den Studierenden, DozentInnen und MitarbeiterInnen wahrgenommen werden. Studierende anderer Hochschulen nehmen an Seminaren der ADK teil und umgekehrt. So ermöglichte das Netzwerk z.B. einer Schauspielstudierenden, am »Turbo-Workshop« zum Thema Menschenrechte am »Conservatoire National Supérieur d’Art Dramatique« in Paris teilzunehmen.

Zudem folgt die ADK verstärkt Gastspiel-Einladungen. Aus dem Netzwerk E:UTSA ist u.a. das Festival »SPOLETO/Festival dei Due Mondi« erwachsen. Weitere Einladungen wurden wiederholt ausgesprochen u.a. zum »SETKÁNÍ /ENCOUNTER«-Festival in Brno (Tschechien) sowie nach Rom zum Festival Contaminazioni der Accademia Nazionale d’Arte Drammatica »Silvio d’Amico«.

In Ludwigsburg findet alle zwei Jahre das  FURORE Festival statt – ein internationales Festival für junges Theater, das die Studierenden der ADK organisieren und durchführen.

mitos21

»Bringing together, collaborating, strengthening links.«

mitos21 was founded in October 2008 by a group of theatre professionals, who are associated to important public theatre institutions in Europe. mitos 21 is a non-profit association under Danish law, with its official seat at the National Theatre in London.

mitos21 a European Theatre Network bringing together artists & theatre professionals collaborating professionals & institutions strengthening between theatre & society

mitos21 Board
Rufus NORRIS, Chairman, National Theatre London
Oliver REESE, Vice-Chairman, Berliner Ensemble
Barbara SUTHOFF, Secretary, Member
Emmet FEIGENBERG, Treasurer, Osterbro Teater, Copenhagen
Barbara FREY, Member, Schauspielhaus Zürich
Iphigenia TAXOPOULOU, Secretary General

See List of Members here

mitos21 Dramaturgs’ Meeting on Diversity in London (03.- 05. November 2016)
Bericht von Svenja Käshammer, Alumni Dramaturgie
Bericht aus London von Svenja Kaeshammer

mitos21 Ingmar Bergman Festival – Young Actors and Directors Meeting” in Stockholm (26.- 28. August 2016)
Berichte von Tommy Wiesner (Schauspiel-Studierender) und Anna Renner (Regie-Studierende)
Bericht aus Stockholm von Tommy Wiesner

E-UTSA

»To support the youngest generation’s creativity particularly during the gap between theatrical education and professional life« .

E:UTSA
Europe: Union of Theatre Schools and Academies
EUTSA is a union of Theatre Schools which gives teachers and students the opportunity to meet each other for an artistic exchange and to have direct contact with professionals. The main goal for students is to use this platform in order to an open understanding for diversity in Europe.

See list of members on the EUTSA: here

ELIA

»ELIA is a globally connected European network that provides a dynamic platform for professional exchange and development in higher arts education«

ELIA /European League of Institutes of the Arts.  www.elia-artschools.org

Seit April 2018 ist die ADK Mitglied von ELIA. Mit 250 Mitgliedern in 47 Ländern repräsentiert sie 300.000 Studenten in allen Kunstdisziplinen. Ihre Interdisziplinarität macht ELIA zu einem einzigartigen Netzwerk. ELIA unterstützt die Kunsthochschulausbildung, indem sie Möglichkeiten zum Methodenaustausch fördert, die kulturelle Diversität unterstützt und die Kommunikation zwischen den Kulturen pflegt.

Projekte

Hidden Heritage - STUDIO DAHD

Hidden Heritage – STUDIO DAHD

Ab dem Sommersemester 2018 arbeitet die ADK an dem Pilotprojekt Studio DAHD (Danube Artistic Heritage Development) im Rahmen von INTERREG „Danube Culture Platform“/ „Kulturplattform Donauraum“, an dem sechs Donauländer beteiligt sind (Österreich, Deutschland, Bulgarien, Serbien und Rumänien) mit dem Oberösterreichischen Kulturquartier (AT), dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (DE), dem Kulturministerium Bulgarien (BG), der Akademie der Künste Novi Sad (SRB) und dem Kulturministerium Rumänien (RO).

Der Donauraum ist geprägt von einer Vielfalt an Kulturen, ist aber auch reich an ungelöster Geschichte, scheinbar schwer überwindbaren ethnischen Feindseligkeiten, an politischen Verwirrungen und Zerwürfnissen, an permanenten Grenzverschiebungen – aber gerade deshalb so reich an kulturellen Schätzen und an Geistesgeschichte, die maßgeblich das heutige Europa ausmachen. Ein Raum der gelebten Differenz – eine Utopie? Was die Geschichte dieses Raumes unter Beweis stellt ist, dass die kulturellen Unterschiede, wie Sprache, Brauchtum, Religion, nicht zwingend vereinen, aber einen Möglichkeitsraum darstellen – sehr nah und doch so fern.

Beim Studio DAHD arbeiten insgesamt 21 Studierende aus den teilnehmenden Ländern zusammen, um verborgenes Erbe entlang der Donau zu erforschen, es zu evaluieren und es mit dem heutigen Blick künstlerisch zu hinterfragen und neu zu definieren. Eine Recherche nach dem verborgenem Erbe, das, aus welchen Gründen auch immer, verschüttet, verboten, vergessen, unterdrückt, verschwunden ist. Mit künstlerischen Interventionen, auf den Spuren nach Identitäten und Fremdheiten wird die europäische Idee dabei überprüft, neu gedacht, anders gefühlt.

Beteiligt sind die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg (D), die Universität für Kunst und Design Linz (A), die Universität in Sofia und die Universität in Varna (Bulgarien) sowie die Kunstakademie Novi Sad (Serbien) mit Studierenden der Architektur, der darstellende Kunst, Filmregie und Schnitt, Musikproduktion, Kamera, Bildende Kunst, Bildhauerei und Fotografie.

Studien über das versteckte Erbe im Donauraum sollen Echoräume aufspüren, um Unterschiede zu erkennen, hervorzuheben und aus der Geschichte der Dissonanzen und der Vernichtungen zu lernen, um eine Zukunft zu denken.

STUDIO DAHD ist ein experimentelles Studio, welches den Studierenden ermöglicht, ihre Arbeitsgebiete zu erweitern. Die Ergebnisse der Pilotprojekte von STUDIO DAHD werden im Herbst in Novi Sad vorgestellt. Gemeinsam wird eine Präsentationsform ausgearbeitet, die dann entlang der Donau in verschiedenen kulturellen Institutionen gezeigt werden wird. Die ADK präsentiert sie zum Beginn des Studienjahres 2019/20.

Topographies of Paradise

Von und mit Madame Nielsen
Uraufführung: Ingmar Bergman Festival 25. August 2018
Eine Performance auf Schwedisch, Deutsch, Serbisch, Katalanisch und Spanisch.

»Topographies of Paradise« oder »Idyllische Landschaft« ist eine einmalige Kooperation zwischen 5 europäischen Theaterinstitutionen, die das heutige Europa mit Röntgenblick betrachten: Dem Nationaltheater in Belgrad/Serbien, dem Katalonischen Nationaltheater Lliure in Barcelona/Katalonien Spanien, dem Dänischen Königlichen Theater in Kopenhagen/ Dänemark, dem Königlichen Theater Dramaten in Stockholm/Schweden und der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg/Deutschland.

5 kurze Theaterstücke werden zu einer einzigen Performance. Die verschiedenen Theater bringen RegisseurInnen und SchauspielerInnen mit ein. Madame Nielsen hat die Stücke geschrieben, mit Rückblick auf Berichte über ihre Reisen durch 5 Länder, sowie Interviews mit SchauspierInnen und politischen Institutionen in vielen Städten. Die RegisseurInnen der kooperierenden Theater setzten die Stücke jeweils um mit ihren SchauspierlerInnen vor Ort. Madame Nielsen wird dann alle 5 Inszenierungen in einer finale Performance vorstellen.

Was ist eine Nation? Was ist Heimat? Was ist Muttersprache? Was heißt es schwedisch, deutsch, spanisch/ katalanisch, dänisch, serbisch zu sein? Madame Nielsen ist eine international renommierte Performance-Künstlerin und Schriftstellerin, die über die Jahre in verschiedenen Rollen auftrat, unter anderem als Claus Beck-Nielsen und als namenloses menschliches Meerschwein in »Das Beckwerk« (»The Beck-Work«). Sie lehnt fixe Identitäten und Kategorisierungen ab, um immer wieder die Frage zu stellen: Was ist ein Mensch?

Im August 2015 begleitete sie zu Fuß den Strom der Migranten entlang der Balkan-Route durch Europa von Griechenland nach Dänemark – eine zeitgenössische Bildungsreise, die sie später in ihrem Roman »The Invasion« verarbeitete. Ihr Roman »The Endless Summer«, bereits in viele Sprachen übersetzt, erlangte in den letzten zwei Jahren internationale Anerkennung.

Ein europäisches Projekt, von mitos21 initiiert

Unterstützt wird die ADK bei diesem Projekt vom Goethe-Institut München.
Weitere Informationen unter  www.nielsen.re