Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg - Studium
v.l. Leon Singer, Zoe Valks | »Es ist nicht dort, es ist da« Szenen von Eugène Ionesco Werkstattinszenierung 3. Studienjahr Schauspiel Regie: Christian von Treskow (Vorne: Leon Singer)© Steven Schultz

Studium

Die Ausbildung

Brauchen wir Theater? Ist Kunst tatsächlich ein Teil des menschlichen Daseins? Wie fühlt sich Wirklichkeit an, wenn wir das Träumen, das Spiel, die Fiktion, die Fantasie, die Reflexion, das gemeinsame Erleben aussparen? Wie »real« wären wir dann?

Die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg lehrt Theater, indem sie spielt, produziert, ausprobiert, sich vernetzt, sich einmischt, sich verändert. Sie steht für den Mut, sich den neuen Herausforderungen dieser jahrtausendealten Theaterkunst zu stellen. Sie steht für die Notwendigkeit, sich der Vergangenheit und vor allem der komplexen Gegenwart zu stellen. Sie erlaubt und gibt sich Freiräume.

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Adrienne Goehler, Teilnehmerin an unserem Symposium »Kunst.Kultur.Nachhaltigkeit«, das die ADK zu ihrem 10-jährigem Jubiläum ausgerichtet hat, schreibt, dass Nachhaltigkeit ohne Ästhetik nicht möglich sei: Kunst hat also maßgeblich Anteil an der Gestaltung von gesellschaftlichen Zusammenhängen. Und darin liegt auch die große Verantwortung, die all jene haben, die sich für das Theater entscheiden und die darstellende Kunst als ihr Instrument wählen, um mit den Menschen in Kommunikation zu treten.

Theater und Kunst sind ein sinnliches Instrument, ein gemeinsamer Erlebnisraum, in dem die Beschäftigung mit Gesellschaftsformen und -strukturen Erkenntnisse schafft und Verstehen ermöglicht. Aber wie die Welt sich im ständigen Wandel befindet, so ist das Theater auch immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen, Inhalten und Erzählweisen. Schauspieler*innen, Regisseur*innen, Dramaturg*innen und Bühnen- und Kostümbildner*innen müssen heute längst auf mehr vorbereitet sein, als auf das klassische Stadt- und Staatstheater mit seinem entsprechenden Repertoire. Es erwartet sie vielmehr ein riesiger, kaum eingrenzbarer, freier Produktionsmarkt, auf dem die darstellende Kunst sich auch jenseits von festgefahrenen Strukturen entfalten kann. Die Ausbildung für die performativen Künste beinhaltet daher ein weites Spektrum, das einerseits den Anforderungen der einzelnen Disziplinen handwerklich und professionell gerecht werden soll, andererseits aber auf die Vielfalt einer sich ausweitenden Kunstgattung reagieren muss. Im Zentrum einer solchen Recherche steht die Autor*innenschaft der Darsteller*innen und Regisseur*innen. Ziel der Ausbildung sind eigenwillige, selbstbestimmte und selbstbewusste Künstler*innen und Dramaturg*innen, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind.

Sie werden mit allen erdenklichen Welten konfrontiert werden und sollen diese auf höchstem Niveau sinnlich abbilden, reflektieren und in künstlerischer Aufladung haptisch erlebbar machen und ästhetische Umsetzungen dafür finden. Eine Ausbildung für zeitgenössisches Theater bietet ihnen die Möglichkeit, wesentliche praktische Erfahrungen zu erwerben, Begabungen zu entwickeln, Fertigkeiten und Techniken zu trainieren. Sie erlaubt zu scheitern und trotzdem weiter zu machen. Sie ermöglicht, das Unmögliche zu suchen und zu verarbeiten. Für diese breite Aufstellung der Ausbildung bietet der Campus Ludwigsburg eine einmalige Chance durch die intensive Zusammenarbeit mit der sich darauf befindenden Filmakademie, ihrem Animationsinstitut und dem Atelier Ludwigsburg-Paris sowie mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Die interdisziplinäre und projektbezogene Zusammenarbeit ist zentraler Bestandteil dieser Ausbildung und soll schon früh künstlerische Partnerschaften entwickeln. Die enge Kooperation mit den umliegenden Theatern und Kulturinstitutionen erweitert dieses Angebot und erlaubt, intensiv die Praxis zu erleben. Nur unter der Bedingung, dass Student*innen praktisch die Vielfalt und die Eigenart verschiedener Theaterformen und künstlerischer Ausdrucksformen erleben, können sie Theater erleben als einen Ort, an dem gesellschaftliche Prozesse seziert, analysiert, aufgedeckt, Utopien erdacht und erspielt werden. Der kritische Blick wird geschärft, um ganz substantiell an das heranzukommen, was Mensch-Sein ausmacht: Welt begreifbar machen in ihrer Komplexität, in ihrer Vielfalt, in ihren Zwischentönen, in ihren Unergründlichkeiten, ihren Abgründen und ihren Schönheiten mit den der Zeit angemessenen Mitteln. Also Geschichten erzählen über das, was war, was ist und sein könnte. Im Vordergrund steht die Neugierde, die Offenheit, sich dem Unbekannten auszusetzen. Zuzulassen, auszuhalten, auszuwerten, weiterzugehen und Haltung zu beziehen, in dem was unvermeidlich in ihrer Kunst zu sagen und zu zeigen ist.

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Studieninformationen

Studienzeiten

Beginn 23.09.209
Campus – Eröffnung 23.09.2019
Wintersemester 23.09.2019 – 29.02.2020
Sommersemester 30.03.2020 – 26.07.2020

Semesterferien 01.03.2020 – 29.03.2019
(Verschiebungen möglich)

Feiertage/Ferien:

03.10.2019 Tag der Deutschen Einheit
01.11.2019 Allerheiligen
22.12.2019 – 05.01.2020 Weihnachtsferien
10.04.2020 Karfreitag
13.04.2020 Ostermontag
01.05.2020 Maifeiertag
21.05.2020 Christi Himmelfahrt
01.06.2020 Pfingstmontag
11.06.2020 Fronleichnam

 

Campus-Magazin / Vorlesungsverzeichnis

Unser jährliches Campus-Magazin informiert über die ADK u.a. über unsere Studiengänge Schauspiel, Regie, Dramaturgie, über studieninterne Campusveranstaltungen, die Lehrenden und vieles mehr.

Das Campus-Magazin 2019 |20 finden Sie hier zum Ansehen bzw. zum Download.

Die Vorlesungsverzeichnisse finden Sie bei den jeweiligen Studiengängen. Sie sind sowohl Basis für die Planung, indem es die Unterrichte ausweist, dienen aber ebenso als auch Grundlage für die Studienbelege.

Student*innenleben

Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg - Studieninformationen
Norman Schock, Leiter des Studienbüros, und Myriam Bronner, Leiterin des Studierendensekretariats.© die arge lola

ASTA

Prüfungsordnung

Prüfungsamt

Norman Schock
Telefon: 07141 / 30 99 6 – 22
E-Mail: norman.schock@adk-bw.de

Kosten

Das Land Baden-Württemberg erhebt seit dem Sommersemester 2012 keine Studiengebühren mehr.

Am 3. Mai 2017 hat der Landtag von Baden-Württemberg das Gesetz zur Änderung des Landeshochschulgesetzes beschlossen. Damit werden ab dem Wintersemester 2017/18 Internationale Student*innen, die zum Zwecke des Studiums von außerhalb der EU einreisen, einen Eigenbeitrag von € 1.500 pro Semester leisten.

Für das Zweitstudium werden € 650 pro Semester erhoben. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Pro Semester ist ein Studierendenwerks-Beitrag in Höhe von € 113,40 sowie ein Verwaltungs- und AStA-Beitrag von insgesamt € 25,- fällig.

Ausbildungsförderung BAföG: Infos hier

Weitere Möglichkeiten zur Studienfinanzierung: Infos hier

Informationen des Studierendenwerkes Stuttgart
s. auch www.studierendenwerk-stuttgart.de

Sich bewerben

Liebe Studieninteressierte!

Herzlich willkommen auf den Seiten der ADK. Wir freuen uns über Ihr Interesse an unseren Studiengängen.

Der Bewerbungszyklus zum Wintersemester 2020/21 für die Studiengänge Regie und Dramaturgie läuft aktuell noch. Für den Studiengang Schauspiel ist dieser bereits
abgeschlossen.

Alle Informationen zum Verfahren und den Link zur Online-Registrierung  finden Sie unter den folgenden Links der jeweiligen Studiengänge:

Schauspiel
Regie
Dramaturgie

Für alle Rückfragen zu Bewerbungsverfahren stehen Ihnen die KollegInnen aus dem Studienbüro zur Verfügung.

Kontakt: Tel. +49 7141 / 30 99 6 – 22, (studienbuero@adk-bw.de)

Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg - Sich bewerben
FeldenKrais_Bewegungstraining 2017© Philip Henze_ADK

Förderung | Stipendien


Nationale Förderungen

Die Studienstiftung des deutschen Volkes ist das älteste und größte Begabtenförderungswerk in der Bundesrepublik Deutschland. Die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg nimmt an dem Förderprogramm der Studienstiftung für den Bereich Darstellende Kunst teil und nominiert (jeweils im Mai eines Jahres) im Rahmen einer internen Vorauswahl zwei Kandidat*innen aus dem Studiengang Schauspiel und eine/n Kandidat*in aus dem Studiengang Regie für das von der Studienstiftung organisierte fachspezifische Auswahlverfahren (August eines Jahres). Die beiden zentralen Auswahlkriterien der Studienstiftung sind fachliche Exzellenz sowie eine überzeugende Persönlichkeit, die besondere Leistungen im Dienste der Allgemeinheit erwarten lassen. Weitere Informationen hier

Das Deutschlandstipendium
Staat und Gesellschaft unterstützen gemeinsam leistungsstarke und engagierte junge Menschen auf ihrem Bildungsweg – das ist die Idee des Deutschlandstipendiums.

Das Prinzip: Student*innen erhalten einkommensunabhängig 300 Euro im Monat. Die Finanzierung erfolgt zu 150 Euro aus privaten Fördermitteln und zu je 75 Euro aus öffentlichen Mitteln von Bund und Land. Weitere Informationen hier

In 2019 ist es der ADK, dank eines privaten Förderers, erneut gelungen, das Deutschlandstipendium an zwei Student*innen zu vergeben.

Internationalen Förderungen

Informationen zu unseren internationalen Förderungen und ERASMUS+Austauschprogrammen finden Sie in der Navigation unter INTERNATIONALES oder hier

Weitere Möglichkeiten zur Studienfinanzierung: Infos hier