Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg - Akademie
ADK Theatertum

Akademie

Über uns

Eine zeitgemäße Ausbildung im Feld der Darstellenden Künste hat sich an der beruflichen Wirklichkeit zu orientieren. SchauspielerInnen, RegisseurInnen und DramaturgInnen werden ihre Laufbahn nicht notwendig linear in festen Engagements an Stadt- und Staatstheatern verbringen. Der berufliche Erfolg wird sich zunehmend in freien Projekten erzielen lassen, aber auch durch Engagements in Film, Funk und Fernsehen sowie im expandierenden Markt der Neuen Medien, der Performing Arts und der bildenden Künste.

Die Nähe zur Filmakademie Baden-Württemberg, der gemeinsame Campus, sowie die Kooperation mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart ermöglicht, auf eine Kunst zu reagieren, die sich massiv im Wandel befindet und heutigen Theaterschaffenden mehr denn je abverlangt, sich breit aufzustellen und über die Grenzen des eigenen Metiers hinweg sich zu bilden.

Die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg bietet ihren Studierenden sowohl fundierte klassische Ausbildung für das Theater als auch integrierte Projekte, in denen die bereichs- und genreübergreifende Arbeit erprobt wird. Die institutionelle Verbindung zur Filmakademie sowie zur Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Stuttgart schafft dafür hervorragende Voraussetzungen. Da die darstellenden Künste vorwiegend in Teamarbeit ausgeübt werden, wird die Zusammenarbeit der Studiengänge von Anfang an erlernt und praktiziert. Durch diese kollektive Zusammenarbeit und in einem flexiblen, hochprofessionellem Umfeld lassen sich alte Formen überprüfen und neue ausprobieren, die zukunftsweisend die nächsten Jahrzehnte bestimmen werden.

Das Studienkonzept der Akademie für Darstellende Kunst sieht die interdisziplinäre Ausrichtung als zentralen Kern. Die künstlerische Praxis ist integrierter Bestandteil der Ausbildung, die die KünstlerInnen als eigene AutorInnen und Künstlerpersönlichkeiten zur Entfaltung bringen. Kooperationen mit zahlreichen Theaterhäusern, internationalen Netzwerken und Festivals bahnen die Wege ins Berufsleben an und sollen  den Einstieg in die Selbständigkeit erleichtern.

Die Akademie bietet drei Studiengänge an: Zwei Bachelor-Studiengänge in Schauspiel für Bühne, Film und Neue Medien (8 Semester) und Regie für Bühne, Schauspiel, Neue Medien (8 Semester), sowie den Master-Studiengang Dramaturgie (4 Semester).

Der Campus Ludwigsburg Baden-Württemberg, wo die unterschiedlichsten Insitute (Filmakademie/ Animationsinstitut/ ADK/ Institut Ludwigsburg-Paris) eine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten bieten, ist ein Ort für kreative Impulse, ein Labor der Zukunft, wo der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind, der künstlerische Austausch und der Diskurs gelebte Praxis sind und damit national wie international einmalig ist.

Historie

2007
Gründung – Gründungskreis: Dr. Dietrich Birk (ehm. Staatssekretär),
Werner Spec (Oberbürgermeister  Ludwigsburg), Prof. Dr. Claus Eiselstein (Staatsministerium), Hartmut Römpp (MWK), Hans-Georg Koch (MWK), Joachim Uhlmann (MWK), Prof. Thomas Schadt (Geschäftsführer und Leiter der Filmakademie BW), Prof. Dr. Ludger Hünnekens (ABK Stuttgart), Prof. Dr. Werner Heinrichs (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart), Prof. Volker Canaris (Leiter der Schauspielschule Musikhochschule Stuttgart), Prof. Michael Huthmann (Schauspielschule Musikhochschule Stuttgart), Prof. Martin Zehetgruber (Professor Bühnenbild ABK Stuttgart), Nina Haun (UFA)

2007/08
Bau Theaterturm – Großer Dank gebührt Prof. Zehetgruber, Leiter Bühnenbild-Studiengang an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart für den architektonischen Entwurf und Konzeptionierung des Theaterturms

2008-2010
Prof. Wolfgang Bergmann, Gründungsdirektor und Geschäftsführer

2010-2011
Prof. Thomas Schadt, Direktor und Geschäftsführer

2011–2014
Prof. Hans-Jürgen Drescher, Direktor und Geschäftsführer

Ab Sept. 2014
Prof. Dr. Elisabeth Schweeger, Direktorin und Geschäftsführerin

Juli 2014
ManieFest – Erstes studentisches Festival an der ADK

Ab Sept. 2014
Aufnahme in das Netzwerk mitos21 (Verbund europäischer Theaterschaffender)

Ab 2014
Intensivierung der Kooperation mit der Filmakademie und der
Staatlichen Akademie der Bildenden Künste im Bereich Bühnen- und Kostümbild, Architektur und Fotografie.

2015
Aufnahme in den Verbund europäischer Theaterhochschulen und Akademien E:UTSA

2016
Start der Veranstaltungsreihe »Montags an der ADK« Aussichten. Einsichten., Gespräche.
Zu Gast sind hochkarätige Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Kunst und Kultur. U.A. Jörg Armbruster (Journalist, Nahostkorrespondent),
Prof. Dr. Wolf Singer (Hirnforscher), Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard (Biologin Max Planck Gesellschaft, Nobelpreisträgerin), Prof. Dr. Verena Metze-Mangold (Präsidentin der deutschen UNESCO-Kommission), Josef Hader (Autor, Regisseur, Kabarettist)

2016
Start »Open Academy« in enger Zusammenarbeit mit umliegenden Schulen in Ludwigsburg mit dem Ziel, Jugendliche ans Theater heranzuführen.

2016
»Lost in (Digital) Space« Autorschaft im digitalen Zeitalter,
Symposium in Kooperation mit dem Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe und der Akademie Schloss Solitude

2016
FURORE Festival – Erste Ausgabe des internationalen Studierenden-Festivals

2016/17
Kooperation mit der PH Ludwigsburg im Master-Studiengang »Kulturelle Bildung«

2017
Akkreditierung der ADK und damit die internationale Anerkennung der ADK als Hochschule

2018
Aufnahme in das Netzwerk ELIA – European League of Institutes of the Arts
Aufnahme in die Ständige Konferenz Schauspielausbildung (SKS)

Struktur

Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg - Struktur
»Frau mit Landschaft«, Regie: Jasmin Schädler, Februar 2016© Philip Henze

Gremien

 

Gesellschafter der ADK sind
Land Baden-Württemberg (Mehrheitsgesellschafter)
Stadt Ludwigsburg
Filmakademie Baden-Württemberg GmbH
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

 

Mitglieder des Aufsichtsrats sind

Staatssekretärin Petra Olschowski
– Vorsitzende –
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Götz-Markus Schäfer
Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg

Markus Wiedemann
Staatsministerium Baden-Württemberg

Werner Spec
Oberbürgermeister der Stadt Ludwigsburg

Prof. Thomas Schadt
Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

Prof. Dr. Barbara Bader
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

Geschäftsführung

Prof. Dr. Elisabeth Schweeger
Künstlerische Geschäftsführung und Direktion
Zur Vita

Claudia Valet
Assistenz der Geschäftsführung und internationaler Austausch
Kontakt: claudia.valet@adk-bw.de | Tel.: 07141 30996-11


Marika Köpf

Verwaltungsleitung

Myriam Bronner
Assistenz Verwaltungsleitung und Studierendensekretariat
Kontakt: myriam.bronner@adk-bw.de | Tel.: 07141 30996-21

 

 

Rechtsform

Die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg (ADK) ist in der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH organisiert.
Gegenstand des Unternehmens ist die projektbezogene Ausbildung, die Stärkung und Förderung der Darstellenden Kunst, sowohl auf der Bühne als auch im Film und in den neuen audiovisuellen Medien, und der darauf bezogenen Aus- und Weiterbildung sowie Forschung und Entwicklung.

Die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg gehört dem tertiären Bildungsbereich an. Nach dem vom Landtag beschlossenen Akademiegesetz vom 25. Februar 1992 (GBl. S. 115), zuletzt geändert durch Gesetz vom 25. Juli 2007 ist die an der ADK erfolgreich abgeschlossene Ausbildung vergleichbaren berufsbefähigenden Abschlüssen an staatlichen Kunsthochschulen gleichgestellt und somit staatlich anerkannt.

Gleichstellung

Die Gleichstellungsbeauftragten wirken bei der Durchsetzung der verfassungsrechtlich gebotenen Chancengleichheit von Frauen und Männern sowie bei der Beseitigung bestehender Nachteile für künstlerisch und/oder wissenschaftlich tätige Mitarbeiterinnen sowie Studentinnen mit.

Auch für Angelegenheiten, die das faire Verhalten im täglichen Miteinander betreffen, sind sie AnsprechpartnerInnen.

Gleichstellungsbeauftragte der ADK
Lehrende/DozentInnen: N.N.
MitarbeiterInnen: N.N.
Studierende: gender.punk@adk-bw.de
(Lily Frank, Maria Joao Kreth d´Orey, Henning Mitwollen, Silva Bieler, Kim Biele, Sarah Palarczyk, Agnes Szedlak und Luzia Oppermann)

Unser besonderer Hinweis,
ein kluger Leitfaden zum Thema ›Richtig gendern‹:
»Was darf ich überhaupt noch sagen? Ein Lehrgang in sechs Lektionen« von Hannes Rudolph, in: Magazin CRUISER, Sommerausgabe 2018, zum Artikel hier

Qualitätssicherung

Die ADK ist bemüht, eine Transparenz der Abläufe zu ermöglichen, Partizipation und Unterstützung statt Kontrolle als Arbeitsprinzip anzuwenden sowie ressourcenschonende Konzepte zu entwickeln. Um die Qualität der ADK nachhaltig zu sichern, lassen sich Bedingungen schaffen, die die Mitglieder der ADK dabei unterstützen und fördern ›gute Arbeit‹ zu machen. In diesem Sinne verfolgt das Qualitätsmanagement der ADK das Ziel, Feedback und Beobachtung, Reflektion und Dialog in angemessener Weise zu ermöglichen, zu fördern und zu unterstützen. Weitere Informationen s. pdf-Datei.

WIN-Charta

Mit der Unterzeichnung der WIN-Charta des Landes Baden-Württemberg bekennt sich die ADK  zur ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung.

Die WIN-Charta des Landes Baden-Württemberg ist bundesweit bislang das einzige Nachhaltigkeits-Managementsystem speziell für kleine und mittlere Unternehmen. Darin verpflichten sich die Unternehmen im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes, eigene Initiativen zu entwickeln und zu kommunizieren.

Das Zielkonzept der ADK finden Sie hier. Ausführliche Informationen zur WIN-Charta und weiteren Unterzeichnern finden Sie auf www.win-bw.com.

 

Partner

Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg - Partner
»Der Steppenwolf« Romanadaption nach Hermann Hesse. Regie: Anna-Elisabeth Frick Eine Produktion des Theaters Trier in Koproduktion mit Les Théâtres de la Ville de Luxembourg© ArtEO Photography

Der enge Zusammenschluss mit der Filmakademie Baden-Württemberg und mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (ABK) gehört zum Konzept und zur Gründungsidee der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg im Jahr 2007. Dieser Grundgedanke, sowie die Kooperation mit weiteren kulturellen und akademischen Partnern auf nationaler und internationaler Ebene, wird in der Studienplanung umgesetzt.

Seit 2016 / 17 kooperieren die ADK und die Filmakademie zudem mit der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg im Rahmen des neuen Masterstudiengangs »Kulturelle Bildung«. Neben der Zusammenarbeit mit der ABK Stuttgart bestehen für Bühnen- und Kostümbild auch Verabredungen mit der Akademie der Bildenden Künste München (Meisterklasse von Katrin Brack) sowie der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Ziel ist es darüber hinaus, Brücken zu unterschiedlichen Einrichtungen und Persönlichkeiten der theatralen und künstlerischen Praxis zu bauen. Studierenden sollen durch die Partnerschaften und den damit einhergehenden Gastspielen bessere Zugangsbedingungen zu praktischen Erfahrungsfeldern ermöglicht werden. Bundesweit tauscht sich die ADK durch die Teilnahme an Festivals und Gastspielen mit zahlreichen weiteren Institutionen aus.

 

Hochschulen

Filmakademie Baden-Württemberg
www.filmakademie.de

Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
www.abk-stuttgart.de

Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
www.ph-ludwigsburg.de

Theater | Kulturelle Institutionen

Staatstheater Stuttgart | www.staatstheater-stuttgart.de

Württembergische Landesbühne Esslingen | www.wlb-esslingen.de

Badisches Staatstheater Karlsruhe | www.staatstheater.karlsruhe.de

Theater der Stadt Aalen | www.theateraalen.de

Theater Rampe | www.theaterrampe.de

JES Stuttgart | www.jes-stuttgart.de

Theater Freiburg | www.theater.freiburg.de

Theater Augsburg | www.theater-augsburg.de

Ludwigsburger Schlossfestspiele | www.schlossfestspiele.de

Open Academy

»Open Academy«
Partnerschulen: Schiller-Gymnasium, Daimler Realschule

Als Platon den Hain des Akademos kaufte, wollte er einen Ort schaffen, an dem er und seine Schüler Wissen austauschen und Erkenntnisse über die Gesellschaft und den Menschen gewinnen konnten. Ungefähr 2300 Jahre später hat sich der Begriff der Akademie längst von seinem Namensgeber gelöst, das Anliegen aber ist so aktuell wie damals. Und gemäß dem Sprichwort »Die Blumen machen den Garten, nicht der Zaun« entstand an unserer Ludwigsburger Akademie der Wunsch, die Gartentür zu öffnen; um Menschen neugierig auf Kunst und Theater zu machen, um unser Wissen mit den bereits Neugierigen zu teilen und aus Neugier auf die sich ohnehin ständig und schnell verändernde Welt, zu der wir Kontakt suchen und brauchen, weil das was wir tun ohne Kontext keinen Sinn ergibt.

Um der dringlicher werdenden Bedeutung von gelungener Kommunikation, vom Umgang mit Sprache und der produktiven Auseinandersetzung mit anderen Ausdrucksweisen, Lebensentwürfen und Ideen zur Welt gerecht zu werden, machen wir unser Wissen über Sprache, Stimme, Körper, Literatur, Präsentation und Kunst zugänglich.

Die Angebote richten sich an:

  • Jugendliche, die Fragen und Ideen spielerisch angehen wollen
  • Lehr- und Führungskräfte sowie Unternehmen

Programm in Arbeit.
Schriftliche Anfragen an info@adk-bw.de

 

Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg - Partner
»Die Unerhörte« Regie: Anna Elisabeth Frick (2015/16) Im Rahmen des Themenmodus »Antike«. Mit Studierenden des dritten Studienjahrs Regie und Schauspiel, des ersten Studienjahrs Dramaturgie sowie Bühnen- und Kostümbildstudierenden. Erster Preis beim 13. Körber Studio Junge Regie 2016 © Jan David Günther

Mitgliedschaften

Mitgliedschaften
Deutscher  Bühnenverein e.V.  | www.buehnenverein.de

Hochschul- und Wirtschaftsregion Stuttgart e.V.  | www.region-stuttgart.de

 

Netzwerke

Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg - Netzwerke
Adaptionen Seminar 2018 mit sputnic / Nils Voges | Mamadou Soma© Philip Henze_ADK

E:UTSA

»To support the youngest generation’s creativity particularly during the gap between theatrical education and professional life.«

E:UTSA Europe: Union of Theatre Schools and Academies,
gegründet 2012, www.eutsa.eu

Mitglieder: Accademia Nazionale d’Arte Drammatica Silvio d’Amico (Rom), Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg (Ludwigsburg), Bayerische Theaterakademie August Everding (München), The Aleksander Zelwerowicz National Academy of Dramatic Art (Warschau), Royal Conservatoire of Scotland (Glasgow), Malmö Theatre Academy (Malmö), St. Petersburg State Theatre Arts Academy (St. Petersburg), Real Escuela de Arte Dramatico RESAD (Madrid), Lithuanian Academy of Music and Theatre (Vilnius), University of Theatre and Film Arts (Budapest), The Conservatoire National Supérieur d’Art Dramatique (Paris), Janáček Academy of Music and Performing Arts (Brno), Hochschule für Musik, Theater und Medien (Hannover), Stockholm Academy of Dramatic Arts (Stockholm), Accademia Teatro Dimitri (Verscio/Schweiz), Universität Mozarteum – Thomas Bernhard Institut (Salzburg).

Assoziierte Mitglieder: Europe Theatre Prize, Fondazione Teatro della Pergola, Fresh Festival – Baltic House Theatre festival, Norsk Skuespillersenter (Norwegian Actor’s Centre)

Vorstand: Jochen Schölch (Chairman), Elisabeth Schweeger, Claire Lasne Darcueil, Joyce Deans,
General Secretary: Christine Franke

Studierende: Augtumas Harner, Attila Koman, Eimear Fearon

mitos21

»Bringing together, collaborating, strengthening links.«

mitos21
Europäisches Theaternetzwerk
gegründet 2008, www.mitos21.com

Mitglieder: Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg (Ludwigsburg), Théâtre National de l’Odéon (Paris), Deutsches Theater (Berlin), Dramaten-Kungliga Dramatiska Teatern (Stockholm), Düsseldorfer Schauspielhaus (Düsseldorf), Katona József Szinház (Budapest), Det Kongelige Teater (Kopenhagen), National Theatre (London), Berliner Ensemble (Berlin), Schauspielhaus Zürich (Zürich), Teatre Lliure (Barcelona), Toneelgroep Amsterdam (Amsterdam), Universität Mozarteum (Salzburg), Theatre of Nations (Moskau), Teatro Stabile di Torino-Teatro Nazionale (Turin), Toneelhuis (Antwerpen), Østerbro Teater (Kopenhagen), Theatre of Nations (Moskau).

Vorstand: Rufus Norris (1. Vorsitzender), Oliver Reese (2. Vorsitzender), Emmet Feigenberg (Schatzmeister), Barbara Suthoff (Sekretärin), Barbara Frey (Mitglied), Iphigenia Taxopoulou (Generalsekretärin).

ELIA

»ELIA is a globally connected European network that provides a dynamic platform for professional exchange and development in higher arts education«

ELIA /European League of Institutes of the Arts  
www.elia-artschools.org

Seit April 2018 ist die ADK Mitglied von ELIA. Mit 250 Mitgliedern in 47 Ländern repräsentiert sie 300.000 Studenten in allen Kunstdisziplinen. Ihre Interdisziplinarität macht ELIA zu einem einzigartigen Netzwerk. ELIA unterstützt die Kunsthochschulausbildung, indem sie Möglichkeiten zum Methodenaustausch fördert, die kulturelle Diversität unterstützt und die Kommunikation zwischen den Kulturen pflegt.

Räume

Der Bühnenturm

Die Bühnen.
Eine Bühne ist eine Bühne.

Das architektonische Herzstück der Akademie: Ein von Martin Zehetgruber entworfener multifunktionaler Theaterturm, horizontal und vertikal, innen und außen und von außen nach innen, wie von innen nach außen bespielbar.

Wie fast jedes innovative Gebäude, hat auch die Akademie für Darstellende Kunst eine lange und facettenreiche Vorgeschichte. Bereits im Jahr 2001 wurden die Architekten KMB Kerker, Müller + Braunbeck, Ludwigsburg, vom Staatsministerium Baden-Württemberg bzw. der Stadt Ludwigsburg, mit der planerischen Voruntersuchung für einen Standort zum Bau einer »Theaterakademie« beauftragt. Dem planenden Architekten zur Seite gestellt wurden Prof. Martin Zehetgruber, der die Bühnenbildausbildung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart leitet und Volker Canaris, zum damaligen Zeitpunkt Leiter der Schauspielausbildung an der Musikhochschule in Stuttgart. Bereits damals wurde die Idee eines auf vier Seiten zu öffnenden Bühnenturms geboren, der bis heute Nukleus der baulichen Konzeption der Akademie ist.

Der Bühnenturm ermöglicht hochflexible Open-Air-Veranstaltungen. Es entstand ein Theaterraum, der zur Erforschung neuer Formen des offenen Spiels mit den Reizen seiner einzigartigen Architektur förmlich einlädt. Da im Jahr 2001 eine Umsetzung des Projektes aus wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Gründen nicht möglich war, verschwand die Konzeption zunächst in den Archiven der Architekten. Fast fünf Jahre später, im Herbst 2006, kam neues Leben in den Planungs- und Bauprozess der Akademie für Darstellende Kunst, diesmal allerdings mit einem leicht modifizierten Standort und einer teilweise veränderten Gebäudekonzeption.

»Als für die neu zu gründende Theaterakademie in Ludwigsburg eine Spielstätte errichtet werden sollte, habe ich die Möglichkeit ergriffen, (fast) alles, was mir in meiner bisherigen Theaterpraxis an Träumen passierte, zu realisieren. Der 2008 eröffnete Theaterturm stellt meinen Versuch dar, die architektonische Selbstdarstellung auszusparen. Mein Leitgedanke war, dass die Architektur hinter dem Gedanken der Nutzer verschwindet – sie wird zum Gefäß, zur puren BEHAUSUNG und dadurch auf ihre ursprüngliche Aufgabe zurückgeführt. Durch ihre Gegebenheit (Struktur, Proportion, Technik) ermöglicht sie anstatt zu beschränken. Der Theaterturm verzichtet auf die große Geste, auf die sich die Entwerfer häufig konzentrieren, um es im Kern – oft erschreckend phantasielos und unreflektiert – beim repräsentativen Guckkastenprinzip zu belassen.

Diese neue Architektur erfüllt die Forderung von vielen Theatermachern nach einem Multifunktionsraum, in dem sich die unterschiedlichsten Theaterformen experimentell erproben lassen. Man kann ihn sowohl als Raumbühne als auch als Guckkasten bespielen. Die Raumbühne ermöglicht es, das Publikum einzubeziehen und die Interaktion zu intensivieren. Andererseits hat auch der Guckkasten Theaterformen kreiert, die ihre Berechtigung nicht verloren haben – die Bühnenillusion ist ein wertvolles Erbe des 19. Jahrhunderts, und das berüchtigte Mitmachtheater hat auch seine Grenzen; der Abstand zum furiosen Bühnengeschehen kann auch sehr wohltuend sein in dem Sinne, dass man sich nicht künstlich wappnen muss, sondern sich im geschützten Raum innerlich ganz öffnen kann. Die Konzeption dieses Baus stellt sich im Besonderen auch der Neuen Musik und dem zeitgemäßen Musiktheater mit seinen mannigfaltigen Raum/Klang-Visionen (Platzierung der Instrumente oben, unten, außen und im Zentrum das Publikum). Sie versucht, auch ein Ort zu sein für medienübergreifende Projekte, für die die angrenzende Filmakademie mit ihrem Kreativ- und Technikpool optimale Voraussetzungen bietet.

mehr

Der ansonsten vom Außen hermetisch abgetrennte, verkapselte Bühnenraum wird durch Tore, die sich an drei Seiten des Turmes befinden und zu einem öffentlichen Platz führen, perforiert. Alltag kann eindringen, und die Position sowohl des Betrachters als auch des Darstellers ist uneingeschränkt variierbar. Durch die Funktionalisierung der Außenhülle (um den Turm laufen Galerien, die über Treppen untereinander und durch Türen mit dem Innen verbunden sind) wird die Fassade von der rein dekorativen Repräsentationsverpflichtung befreit und auf die Bespiel- bzw. Benutzbarkeit zurückgeworfen. Die Theater- Architektur komprimiert sich auf ein blankes «Spielgerüst«, das größtmögliche Freiheit bietet. Die Möglichkeiten der Positionierung des Publikums sind fast unendlich: Man kann die Zuschauer außen platzieren, innen auf der Drehscheibe, auf den Galerien innen mit Blick nach unten oder bespielt die Stege innen wie außen und das Publikum blickt nach oben, oder man sucht die klassische Ausrichtung des Guckkastens. Selbst die Dachflächen stehen für eine Nutzung offen. Gleichzeitig entsteht durch die klare, auf die Funktion gerichtete Struktur des Baukörpers und die große, ihn umgebende Freifläche ein signifikantes Zeichen im Stadtbild. Ob der Theaterturm sich in der Praxis bewährt und die vielen gedachten Möglichkeiten sich in der Praxis einlösen, wird sich weisen und auf spannende Experimente der Studenten hoffen.« Martin Zehtgruber

Martin Zehetgruber, in: Birgit Schmolke «Bühnenbauten. Handbuch und Planungshilfe«, überarbeitet und ergänzt in der Zeitschrift »Theater heute«, Juni 2011

weniger

Die Probebühne

Im Werkstattgebäude, Mathildenstraße 32, baulich direkt verbunden mit dem Bühnenturm, befindet sich die Probebühne der ADK sowie ein Werkraum, die Technikwerkstatt und Kostümwerkstatt.
Ebenso befinden sich in diesem Gebäude ein Bewegungsraum, Garderoben sowie die Sprechzimmer.
Im Übergang zwischen Probebühne und Bühnenturm befindet sich ein weiterer Seminar- und Übungsraum: das »Studio«.

Das Foyer

Das Foyer verbindet das Jommelli-Haus mit den Bühnen und dem Zuschauerraum und ist Aufenthaltsraum der Studierenden. Hier ist auch der Einlass, die Abendkasse zu den Abendveranstaltungen der ADK, der Eingang befindet sich gegenüber des Restaurant »Joe Peñas«. Abendkasse (Adresse: Akademiehof 1).

Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg - Räume
© Philip Henze

Das Jommelli-Haus

Im Jommelli-Haus (Akademiehof 1/ Stuttgarter Straße 16) befinden sich im 2. Stock die Direktion und Verwaltung, das Studienbüro und Studierendensekretariat, die Presse- / Öffentlichkeitsarbeit und im
1. Stock die Technische Leitung und Räume der Technik, die Produktionsleitung, der Schnittraum, das Bühnen- und Kostümbildatelier, der Hausmeister, sowie das Bibliotheks- und Dozierendenzimmer.
Im Erdgeschoss sind weitere Seminarräume, Räume für Studierende (der »SAMU«-| Computerraum) sowie die Studierendenküche untergebracht.

Das dem Ludwigsburger Barockschloss, der Bärenwiese, gegenüberliegende Jommelli-Haus liegt an der Stuttgarter Straße. Es wurde 1760 unter Herzog Carl Eugen erbaut. Der italienische Opernkomponist Niccolò Jommelli wohnte hier von 1763 bis 1769. Sogar Mozart soll hier die Stufen hinaufgestiegen sein.

K11. Das Probenzentrum

2018 bezog die ADK das neue Probenzentrum in der Kammererstraße 11, gleich hinter dem Ludwigsburger Bahnhof. Auf 1500 Quadratmetern befinden sich die insgesamt 11 Proberäume, das Musik- und Sprechzimmer, die Garderoben und eine Küche. Hier finden Bewegungs- und Sprechunterichte, Szenen- und Rollenstudien sowie Proben für Inszenierungen und Projektentwicklungen statt.