Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg - Der lange Schatten des 19. Jahrhunderts Borkman

Der lange Schatten des 19. Jahrhunderts

BORKMAN nach Henrik Ibsen, deutsche Übersetzung von Marius von Mayenburg
FRÄULEIN JULIE nach August Strindberg, deutsche Übersetzung von Peter Weiss


Premiere

14.03.2014 | 19:00 Uhr | ADK

Eintritt 5 €

Die Werkstattinszenierung des 3. Studienjahres Regie, des 1. Jahres  Dramaturgie sowie 3.+4. Jahr Schauspiel wurde in diesem Jahr zum  Körber Studio Junge Regie nach Hamburg eingeladen.

Das Projekt wurde am Donnerstag, 22. Mai 2014 um 19.00 Uhr   im Thalia in der Gaußstraße aufgeführt.
Körber Studio Junge Regie 2014
Programm

BORKMAN nach Henrik Ibsen

Deutsche Übersetzung von Marius von Mayenburg

 

Regie:  Daniel Foerster

“Es passiert zwar nichts Neues. Aber das, was passiert ist, – das wiederholt sich auch nicht. Die Perspektive verändert die Tat. Eine neue Perspektive macht aus einer früheren Tat etwas anderes.”
Acht Jahre Schweigen im Hause Borkman – jeder träumt für sich allein. Irgendwann kommen die glücklichen Tage schon wieder! John Gabriel Borkman braucht nur eine zweite Chance, seine Frau und die ehemalige Geliebte brauchen dessen Sohn Erhard. Der will aber alle Familienbande kappen. Endlich frei sein! Endlich selbstbestimmt sein! Der Sohn wird zum Vater, die Mütter werden wieder zu Töchtern. Doch sitzen in den Kindern die Eltern. Und so tragen sie es weiter – das Erbe – bis auch sie alt sind und von ihren Kindern verlassen werden. Drei Figuren wandern durch Ibsens Eislandschaft zerstörter Kinderträume und suchen nach einem Umgang mit der Welt, die uns die Eltern hinterlassen.

Es spielen:  David Korbmann, Paula Thielecke, Anne Greta Weber
Regie:  Daniel Foerster
Dramaturgie: Jeffrey Döring
Ausstattung: Lydia Huller (Studierende der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart)
Regie-Assistenz: Mia Göhring

Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg - Der lange Schatten des 19. Jahrhunderts

FRÄULEIN JULIE nach August Strindberg

Deutsche Übersetzung von Peter Weiss

 

Regie: Sven Hartlep

“Oder war´s Liebe? Soll das Liebe sein? Wissen Sie, was Liebe ist?”
“Aber da, da, was liegt hinter dem? Einander kennen? Wir müssten uns die Schädeldecken aufbrechen und die Gedanken einander aus den Hirnfasern zerren.”
Dieses Bedürfnis nach immer mehr Liebe, die Verklärung jeder kurzen Verliebtheit, wo führt das hin? Ein destruktives Element mischt sich in dieses höchste der Gefühle. Beziehungen gehen in die Brüche. Der Ausgleich zur Sehnsucht wird zur Suche der Droge Lust. Sitzt das perfekte Gegenüber direkt hinter einem?

In Strindbergs wohl populärstem Drama zeigen sich Begehren und die Sehnsucht nach Liebe in ihrer zerstörerischsten Form. Eine Mittsommernacht, in der die Elfen und Trolle in den Köpfen tanzen. Das Verlangen ist fatal, Liebe bleibt eine Illusion. Am Ende wird geopfert. Und der liebesfixierten Gesellschaft der Kampf angesagt.

Es spielen: Franziska Benz, Yasemin Cetinkaya, Thomas Zerck
Dramaturgie: Mona Rieken
Ausstattung: Hannah Ebenau (Studierende der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart)
Avec la participation de Henri F. Satel

 

Bildnachweis:  Hannah Ebenau