»Montags an der ADK« Sex & Crime. Die Grenzen des Darstellbaren | Christiane von Wahlert

Christiane von Wahlert, Geschäftsführerin der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO),
im Gespräch mit Elisabeth Schweeger, Küntlerische Direktorin der ADK.

In Kooperation mit:

Termin

26.11.2018 | 20:00 Uhr | ADK, Zuschauerraum

Eintritt frei | Keine Anmeldung erforderlich
Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg - »Montags an der ADK« Sex & Crime. Die Grenzen des Darstellbaren | Christiane von Wahlert
© SPIO

Sex & Crime. Die Grenzen des Darstellbaren.

Die phänomenale Erfolgsgeschichte des Kinos im 20. Jahrhundert ist durchzogen von Skandalen sowie staatlichen Bemühungen, den mutmaßlich gefährlichen Wirkungen des bewegten Bildes Grenzen zu setzen. Die »Entfesselung der Schaulust« führte dazu, Filme als Schmutz und Schund zu betrachte, die die sittliche Ordnung in Gefahr brächten. Um einer Wiedereinführung staatlicher Zensur entgegenzuwirken, wurde 1949 die FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) gegründet unter dem Motto: »Für Sauberkeit in unserem Hause sorgen wir selbst/selber«. 1965 versuchte die Aktion »saubere Leinwand« eine eine  Grundgesetzänderung zu erwirken. Die Verfassungsbestimmung Art. 5 GG »Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei« sollte um den Passus ergänzt werden »Die Freiheit der Kunst entbindet nicht von der Beachtung des Sittengesetzes«.

Heute, im 21. Jahrhundert, sind diese Fragen nach »Sittlichkeit« aktueller denn je, ausgelöst u.a. durch die »MeToo«−Bewegung, die mediale und digitale »Zügellosigkeit« sowie die Debatte um »Fake News«.

Wie sehr ist die Kunst, ob darstellend und bildend, davon betroffen? Wo verläuft die Grenze zwischen noch »erträglich« und »unerträglich«. Wer definiert sie? Neben dem Blick in die Vergangenheit diskutieren Christiane von Wahlert und Elisabeth Schweeger, ob heute − jenseits gesetzlicher Verbotsbestände − Grenzen des Darstellbaren auszuloten sind, die möglicherweise ästhetisch oder ethisch begründet werden.

 

Christiane von Wahlert
Studium der Sozial- und Erziehungswissenschaften in Freiburg, USA und Tübingen. Berufliche Stationen: Schuldienst, Studienleiterin im Evangelischen Studienwerk Villigst, Lehrerfortbildung, Tätigkeit als Filmpublizistin, Öffentlichkeitsarbeiterin für Filmfestivals, Leiterin des Dezernatsbüros und Persönliche Referentin der Frankfurter Kulturdezernentin, Betriebsdirektorin des Theater am Turm (TAT), Frankfurt. Ausbildung als Wirtschaftsmediatorin.

Seit 1999 Geschäftsführerin der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V. (SPIO). Seit 2002 auch Geschäftsführerin der FSK – Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft GmbH. Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung Filmkünstlernothilfe (FKN). Mitglied der Europäischen Filmakademie, Mitglied im Beirat des Erich-Pommer-Instituts, der Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest und des Verwaltungsrats des Deutschen Filminstituts (DIF) in Frankfurt.